Gebrauchtwagen
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Gutes muss nicht neu sein...
Die Gebrauchtwagenpreise in Deutschland haben sich in der letzten Zeit stark rückläufig entwickelt, mit der Folge das es heute oft besonders lohnenswert ist, abzuwägen gebrauchte Autos genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Gebrauchtwagen-Markt ist riesig. Ob man sich für Angebote der Gebrauchtwagenhändler des Wohnortes oder der Region, dem Gebrauchtwagenhandel der Markenanbieter entscheidet oder sich zur Suche im Gebrauchtwagenmarkt via Internet entschließt, muss jeder für sich entscheiden. Sicherlich ist es wichtig, im Vorfeld darüber nachzudenken, ob es ein gebrauchtes Cabrio, ein Geländewagen oder ein klassisches Kfz sein soll. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Auto mit viel PS, auch von Markenherstellern trotz relativ geringer Kilometerleistung recht billig zu haben ist. Ein gebrauchter Kleinwagen dagegen kann mit hohem Kilometerstand recht teuer sein. Was sich letztlich mehr lohnt, ist eine Frage des Geschmacks und des Rechenstifts. Die Preise für gebrauchte Automobile unterliegen, ähnlich wie bei Immobilien, einem Nord/Süd und Ost/Westgefälle. Ist man nicht an einen Ort oder eine Region gebunden, kann es lohnend sein, sich z.B. in den Zeitungsanzeigen und einschlägigen Anzeigenblättern über die Preise für bestimmte Modelle zu orientieren. Man stellt sich so eine Gebrauchtwagenliste über entsprechende günstige Fahrzeuge zusammen. Dabei kann man feststellen, dass der Markt sich in den Regionen des Landes sehr unterschiedlich darstellt. In einer Stadt, die über ein hohes Pro-Kopf-Einkommen verfügt und eine geringe Arbeitslosenquote hat, liegt der Gebrauchtwagenpreis relativ hoch, da die PKWs oft weniger Laufleistung und ein geringes Alter haben. In wirtschaftlich schwächeren Regionen, finden sich häufiger PKW - Modelle mit z.T. hohen Laufleistungen und mehr Jahren "auf dem Buckel". Die Nachfrage für gebrauchte-PKW s ist besonders hoch in Berlin, gefolgt von Hamburg, Neuburg (!!), München, Dresden, Hannover, Köln und Leipzig. Entsprechend dieser Reihenfolge stellt sich auch das Preisgefüge dar. Auch im benachbarten Ausland, wie z.B. in Österreich kann man fündig werden, um einen günstigen Ankauf zu tätigen.

Ein häufig genutzes Medium, günstige und leistungsfähige Gebrauchtwagenanbieter zu ermitteln und zu kaufen, ist das Internet. Bei den großen Gebrauchtwagenbörsen finden sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Gebrauchtfahrzeug zu kaufen. Nicht nur gebrauchte-Kfz lassen sich hier am Bildschirm aussuchen sondern auch Kleintransporter, LKWs, Campingmobile, Motorräder u.v.m.. Autohändler sind hier ebenso vertreten wie Leute, die einen Privatverkauf realisieren möchten. Alle wichtigen Angaben sind in der Regel genau dokumentiert und Bilder zeigen meist, wie das Gebrauchtfahrzeug aussieht. Jedem, der eine Börse für Gebrauchtautos im Internet besucht, muss sich - wie beim Händler - bewusst sein, dass es "gebraucht" nicht "neu" heißt und dass vor allem bei Privatverkäufen eine Garantie nur eingeschränkt besteht. Insofern ist es unerlässlich, nicht die Katze im Sack zu erstehen sondern sich vor dem Gebrauchtwagenkauf das gute Stück vor Ort anzusehen und am besten z.B. vom ADAC überprüfen zu lassen. Das Gebrauchtauto vom Händler ist - lt. EU - Recht, mit einer Garantie ausgestattet, die das Kaufrisiko erheblich minimiert.

Plant man selbst den Verkauf seines gebr. Autos, ist auch dies auf einem der großen Internetportale möglich. Für einen erfolgreichen Gebrauchtwagen-Verkauf über das Web sollten immer aussagekräftige Fotos, genaue technische Details und genaue Angaben des Zustands eingestellt werden, damit es bei Anreise eines Interessenten nicht zu ärgerlichen Missverständnissen kommen kann.

Autobörsen sind weder Vermittler noch Verkäufer. Sie sind nur ein Forun, auf dem sich Käufer und Verkäufer treffen und Kontakt miteinander aufnehmen. Der Gebrauchtwagenankauf wie auch der Gebrauchtwagenverkauf erfolgt immer direkt zwischen den beiden Parteien.
Bei Angeboten aus dem Ausland, z.B. den USA, ist zu berücksichtigen, das häufig die Preise als Nettopreise ohne Einfuhrumsatzsteuer, Mehrwertsteuer und Zoll deklariert sind. Dabei sind diese Kosten dem Preis hinzu zu rechnen. Außerdem kann bei Fahrzeugen aus dem Ausland noch eine TÜV-Vorführung mit vorheriger Änderung der Scheinwerfer, Auspuffanlage o.ä. erforderlich sein.

Deutsche haben die Nase vorn...
Bei den Gebrauchtwagen haben deutsche Hersteller gegenüber den ausländischen Marken die Nase vorn. BMW-Gebrauchtwagen werden im Internet am häufigsten angefragt. Vor allem die Cabrio-Modelle von BMW sind - auch bei älteren Baujahren - sehr beliebt. Platz 2 in der Nachfragehäufigkeit belegt Audi. Audi-Gebrauchtwagen glänzen durch hervorragende Gebrauchtwagen-Testergebnisse, insbesondere bei den Modellen A4 und A6.
Die Gebrauchten von Mercedes gehören nach wie vor zu den beliebtesten Modellen. Insbesondere die A-Klasse und die C-Klasse von Daimler - Benz glänzen mit guten Nachfrageergebnissen.
Porsche und VW sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt sehr beliebt. Der Porsche 911 sowie der Spider gelten als Männertraum mit geringem Wertverlust. Volkswagen mit Golf und Polo sind auch in höherem Alter Renner bei den Internetinteressenten. Opel hat mit Corsa und Astra zwei Asse auf dem Gebrauchtwagenmarkt im Ärmel, die einen großen Stellenwert auf dem Gebrauchtwagenmarkt besitzen.
Ford ist mit Modellen im Rennen, die sich über Jahre hinweg großer Beliebtheit erfreuen. Fiesta und Focus haben eine zeitlose Form und ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis.
Peugeot hat bei den Interessenten von kleinen Gebrauchten, vor allem mit der 3-er Reihe und dem originellen Cabrio aus dieser Serie.
Volvos werden lange gefahren und das zeugt von ihrer Qualität. Vor allem die großen Kombi-Modelle wie der Volvo 850 und der V70 sind Gebraucht-Favouriten, vor allem bei Familien.
Der Smart besitzt bei vielen Menschen bereits Kult-Status, ist aber etwas für einen "speziellen" Kundenkreis. Viele Anfragen stammen von Firmen, die ein originelles Werbefahrzeug suchen.
Toyota ist der am häufigsten angefragte Japaner im Bunde. Avensis und Landcruiser sind die Modelle, die sich als Gebrauchtfahrzeug großer Beliebtheit erfreuen.
Mazda erzielt mit den Modellen 323 und 626 eine erfreuliche Nachfragehäufigkeit. Vor allem der 626 ist beliebt als Familienlimousine zum günstigen Gebraucht-Preis.
Fiat hat mit dem Punto einen großen Verkaufserfolg gelandet. Vor allem der Punto ab dem Baujahr 2000 wird erfreulich häufig angefragt und hat auch die Kritiker des "alten" Puntos übezeugt.
Nissan und Honda erzielen viel Interesse mit der Klasse der "Minis". Der Nissan Micra findet die kleinsten Parklücken, der Honda Civic verbindet Kompaktheit mit gutem Komfort.
Ähnliche Ergebnisse in der Anfragehäufigkeit erzielt Skoda. Bewährte Volkswagentechnik- und qualität zu günstigeren Preisen machen vor allem den Oktavia und den Fabia zur Alternative zu Passat und Polo von VW.
Renault Megane und Renault Clio sind bei den Vans bzw. Kleinwagen sehr beliebt. Auch mit relativ hohen Laufleistungen sind die Motoren meist mängelfrei.

Gebrauchtwagenkauf ist Vertrauenssache...
Beim Gebrauchtwagenkauf sollte man keinesfalls die "Katze im Sack" kaufen. Gerade Laien sind oft überfordert, um den technischen Zustand eines Gebrauchtwagens realistisch zu beurteilen. Keinesfalls sollte man sich nur von einer glänzenden Karosserie oder dem Sound der Auspuff- oder Musikanlage blenden lassen.
Gerade bei einem Kauf, den man online realisieren möchte, ist der persönliche Kontakt mit dem Verkäufer und das Prüfen des anvisierten Autos wichtig. Eine realistische Gebrauchtwagenbewertung kann von einem der großen Automobilclubs durchgeführt werden. Die Bewertung beim Verkauf eines Gebrauchten erfolgt in der Regel auf Grund der sog. "Schwacke-Liste". Der hier angegebene Gebrauchtwagenwert dokumentiert jedoch keine Extras. Dieser Mehrwert ist mit dem Ankäufer eines gebrauchten PKW gesondert zu verhandeln. Einer Gebrauchtwagenschätzung durch den Käufer eines Fahrzuegs sollte aber besser ein Beurteilung durch eine Fachwerkstatt oder einem Automobilclub vorausgehen.

Hier wird der allgemeine Zustand des Fahrzeugs geprüft und auch der Motor einem Test unterzogen.

Dies kostet zwar Geld, kann aber in vielen Fällen einige hundert Euro mehr für den Gebrauchten bringen. Bei jedem Kauf eines gebrauchten Autos sollte eine Garantie vereinbart werden. Die Gebrauchtwagengarantie bei Händlern ist heute obligatorisch, bei privaten Käufen kann sie ausgeschlossen werden, der Einschluss einer wenigstens 6-wöchigen Garantiezeit ist empfehlenswert.

Rechtsverbindliche Formulare für den Kaufvertrag lassen sich im Internet kostenlos herunterladen. Im Internet und in den einschlägigen Motorzeitschriften findet sich der ein oder andere Gebrauchtwagentest, der ein weiteres Stück Sicherheit beim Gebrauchtwagenkauf vermitteln kann.
Ein guter Ratgeber ist auch der eigene Bauch. Hat der Kaufinteressent kein gutes Gefühl, ob vom Auto oder vom Käufer, sollte er lieber verzichten, denn ein vermeintliches Schnäppchen auf einem dunklen Hinterhof kann ganz schön teuer werden.

Nicht nur neue Autos können geleast werden, sondern auch gebrauchte. Insbesondere bei Fahrzeugen, die jünger sind als ein Jahr, kann ein Gebrauchtwagenleasing - in erster Linie für Geschäftsleute - interesssant sein. Gegenüber der Finanzierung ist für das Leasing nur der Betrag zwischen Neuwert und Restwert zu finanzieren. Das macht die Sache vom monatlichen Beitrag her günstiger. Außerdem können bei Selbstständigen alle Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.

Klassiker haben Rasse...
Classic Cars sind mehr als einfach nur alte Autos. Und ein Motorrad aus den 30ern scheint wieder zu neuem Leben erweckt, wenn es mit viel Liebe restauriert wurde. Der Markt für klassische Automobile, historische Nutzfahrzeuge und Motorrad-Oldtimer ist recht groß. Während sich die Preise für viele unrestaurierte Fahrzeuge im moderaten Bereich bewegen, muss man für ein liebevoll und aufwendig wiederhergestelltes Auto schon tiefer in die Tasche greifen. Je seltener ein Fahrzeug, desto höher ist der Preis auf dem Oldtimermarkt. Besonders günstige Angebote sind bei Fahrzeugen in gutem Zustand immer seltener, lassen sich aber immer wieder einmal finden, vor allem wenn der Käufer bereit ist, Restarbeiten an teilrestaurierten Modellen zu übernehmen. In den USA gibt es erheblich mehr Fahrzeuge, die von Spezialimporteuren auf den deutschen Markt gebracht werden. Vor allem der Begriff "US - Californian - Car" sollte von Interessenten beachtet werden, da diese Fahrzeuge nicht an der regnerischen Ostküste sondern im trockenen Californien gefahren wurden. In der Regel sind sie weitgehend rostfrei und besitzen den ersten Lack. Vor allem Straßenkreuzer der 50er und 60er Jahre von Cadillac und Chrevolet sind noch bezahlbar, die Tendenz ist jedoch steigend. Die Sportwagen der 50er, wie z.B. die Corvette und ein englischer Jaguar E mit 12 Zylindern oder ein Ferrari Dino kosten ein Vermögen. Motorräder sind da eher bezahlbar, wenn es sich nicht gerade um eine Harley aus den 40ern handelt und eine Triumph der ersten Baureihen. Ein ganz spezieller Markt ist der für historische Nutzfahrzeuge, wie z.B. Traktoren, LKWs und Feuerwehren. Ein Traktor von Lanz, ein LKW von Hanomag oder eine Feuerwehr der Firma Deutz stehen meist in Museen oder in den Hallen von Enthusiasten. Als Restaurationsobjekt für Anfänger sind sie ebenso wenig geeignet, wie ein Porsche - Speedster oder ein Renault Alpine, der in den 60er Jahren die Ralleye Monte Carlo beherrscht hat.

Kaum jemand, der sich einmal intensiv mit Oldtimern beschäftigt hat, kommt von diesem Hobby wieder los. Es lohnt sich, einmal ein Klassikertreffen, beispielsweise auf dem Nürburgring zu besuchen.

Hier findet sich das Feinste vom Feinen zusammen, was in Europa und Übersee zu finden ist. Ein Mercedes 300 SL mit Flügeltüren von Benz, den Kleintransporter "Blitz" von Opel der in den 50ern von fast jedem Briketthändler gefahren wurde, die Isetta von BMW, dem Kultkleinwagen mit Vordereinstieg sind ebenso vertreten wie der Fiat Viotta Cabrio von 1939, dem Volvo P1800, mit dem Roger Moore in der Serie "Simon Templar" in 60er Jahren Ganoven jagte.
Der Rover 10/25 von 1931 galt in seiner Zeit als kleines Raumwunder. Henry Ford erfand die Fließbandfertigung und machte so den Fort T in den zwanziger Jahren auch für den Normalbürger bezahlbar. Renault baute 1956 das erste wirkliche "Damenauto", die "Dauphine". Jaguar schrieb mit seinem E-Type in den 50er und 60er Jahren Automobilgeschichte. Wer erinnert sich nicht an George Nader als Jerry Cotton, wenn er die 12 Zylinder seines feuerroten Jaguars aufbrüllen ließ.

Und wer ganz klein mit seinem neuen Oldtimerhobby beginnen möchte, kann schon für wenige hundert Euro eine "Vespa" erstehen, dem Kultmotorroller des ialienischen Herstellers Piaggio. In den 50er Jahren Fortbewegungsmittel der Jugend feiert die Vespa heute eine Auferstehung wie kaum ein anderes Fahrzeug aus dieser Zeit - ohne grundlegend sein Design verändert zu haben.

Wer einmal Oldtimerluft schnuppern und nicht gleich einen solchen kaufen möchte, kann die Dienste einer Oldtimervermietung in Anspruch nehmen. Eine solche Vermietung hat oft hervorragend restaurierte Fahrzeuge im Fuhrpark. Für Hochzeiten ist beispielsweise der berühmte "Pink Cadillac", den auch Marylin Monroe ihr eigen nannte oder ein "Rolly" Silver Shadow sehr beliebt. Aber vielleicht tut es auch eine "Isetta", dem Urvater des Smart. Als Faltdachversion passt vielleicht sogar der Brauthut hinein. Zum Teil sind die Preise bei einem Oltimerverleih preisgünstiger als man auf Grund der hohen Werte annehmen sollte, vor allem wenn es sich nicht gerade um eine Luxuskarosse handelt. Wer deutsche Oldtimer verkaufen möchte oder alte Stücke aus dem Ausland findet im Internet eine Vielzahl von Marktplätzen, die bundesweit tätig sind.

Oft zu schade für die Presse...
Vielfach gehen Unfallautos, vor allem wenn sie einen Totalschaden erlitten haben, ohne große Umwege in die Schrottpresse. In der Regel muss für die Entsorgung der Unfallfahrzeuge sogar noch Geld bezahlt werden, obwohl die Schrotthändler noch viele Teile des Autos verwenden können und als Ersatzteile weiter verkaufen. Gerade bei gravierenden Heckschäden bleiben Motor und Getriebe unbeschädigt. Vor allem bei Unfallautos, die fast neu sind lohnt es sich häufig sich an den Unfallwagenhandel zu wenden oder im Internet eine Unfallwagenbörse, bzw. eine Börse für Kraftfahrzeuge, die auch eine Rubrik für den Verkauf eines Unfallwagens unterhält. Als Unfall - Auto gilt in der Regel ein Fahrzeug, bei dem tragende Elemente beschädigt wurden oder die Schäden so groß sind, dass sie den Wert des Wagens überschreiten. Kauft man einen Gebrauchtwagen, sollte unbedingt schriftlich festgehalten werden, dass der Wagen unfallfrei ist. Bei Neukauf eines Wagens nach einem Unfall nimmt das Autohaus das Unfallfahrzeug auch zu günstigen Konditionen in Zahlung. In jedem Fall sollte man aber auch den Ankauf durch Profi-Aufkäufer in Erwägung ziehen, insbesondere wenn es sich um relativ neue Modelle von Audi, VW, BMW, Ford u.ä. handelt. Ein PKW wie z.B. der Ford Mondeo, VW Golf kann nach der Reparatur noch gewinnbringend verkauft werden, ebenso ein Sportwagen, wie der Z3 von BMW.